Testberichte - Bewertungen - Sicherheit - 100% seriös

Uli Hoeneß spielsüchtig

Er war für viele ein Vorbild und im Fußball unerlässlich für sein Team: Ulli Hoeneß. Manch einer hat diesen Mann vergöttert, aber wie das Verfahren wegen Steuerhinterziehung beweist, ist eben auch er nur ein Mensch – und zwar einer, der seine Fehler hat. Als das Urteil verkündet wurde, konnte Hoeneß nicht anders und begann zu weinen. Dreieinhalb Jahre Haft muss er in Kauf nehmen, dafür dass er etliche Millionen Euro Schwarzgeld einbehielt. Im Zuge der Verhandlung kristallisierte sich dann auch noch heraus, dass Hoeneß nicht einfach nur gerne Geld unterschlug, sondern dass er vor allen Dingen unter Glücksspielsucht leidet. Für viele unvorstellbar, denn ein Mann dieser Gesellschaftsschicht hat doch eigentlich keinen Grund, sich so zurückzuziehen. Wenn man von Spielsucht hört, denken die meisten wahrscheinlich erst einmal an Slot Maschinen. Vor allen Dingen haben Studien doch bewiesen, dass speziell jüngere Männer, meist mit Migrationshintergrund, an dieser Sucht erkranken. Hoeneß ist der lebende Beweis dafür, dass diese Studien eben nicht allgemein gültig sind.

Die Sucht nach der Börse machte Hoeneß kaputt

Wenn man berühmt ist, so wie Ulli Hoeneß, landet man gleich in den Schlagzeilen der bekannten Presse. Die Journalisten haben den Mann, der seine Strafe ja nun erhalten hat, geradezu belagert. Dass aber auch er nur ein Mensch ist, wird bei all dem Trubel schnell weggewischt. Schließlich braucht die Klatschpresse ja etwas, über das sie berichten kann. Honeß hat sich im Laufe des Prozess jedenfalls als spielsüchtig geoutet. Er beschäftigt sich aber nicht mit Online Casinos oder Spielautomaten in lokalen Spielhallen. Einst als Präsident des Fußballvereins FC Bayern München und wohltätiger Geschäftsmann gefeiert, geht es nun steil bergab mit seinem Leben. Wenn er seine 3,5 Jahre abgesessen hat, wird unter Garantie nichts mehr so sein wie zuvor – außer natürlich, dass die Presse auch weiterhin keinen Halt vor seiner Privatsphäre machen wird. An der Sucht erkrankt ist er durch Börsengeschäfte. Er hat sich offensichtlich zu sehr in die Spekulationen verrannt und immer mehr Schulden angehäuft. Auch dieses Verhalten ist in die Spielsucht einzustufen, obwohl die Börse natürlich kein Spiel im eigentlichen Sinne ist. Mediziner sagen gerne, es handelt sich um eine Störung der eigenen Impulskontrolle.

Eine Legende wird in der Luft zerrissen

Bis dato hatte Uli Hoeneß wirklich Geschick bewiesen, wenn er an der Börse spekulierte. Irgendwann wurde die ganze Sache allerdings zu einer Katastrophe. Er selbst sagte, er habe gezockt. Welche Formen auch dieser Bereich des „Glücksspiels“ annehmen kann, wurde eindrucksvoll bewiesen. Innerhalb von neun Jahren hatte der Ex-Bayernpräsident rund 50.000 Transaktionen durchgeführt. Gekauft und verkauft hat er an der Börse also täglich im Schnitt 15 Mal – allein das ist schon der Wahnsinn. An manchen Tagen hat er nach eigenen Angaben sogar 100 Geschäfte abgewickelt. Vor Gericht blieb Hoeneß letztlich nichts anderes übrig als sich zu der Sucht zu bekennen. Für ihn war das Spekulieren wie eine Droge. Natürlich suchte er dabei immer wieder nach dem Kick, denn nur wer im richtigen Moment Aktien kauft oder verkauft, kann damit reich werden. Für Hoeneß ging dieser „Kick“ gründlich nach hinten los.

Alles Gute, Uli

Das Gericht hatte keine andere Wahl als ein Urteil in dieser Form zu sprechen. Natürlich mag man darüber denken wie man will. Ob die Strafe nun wirklich gerecht ist, das sei einmal dahingestellt. Dennoch sind wir der Ansicht, dass Hoeneß schon genug unter seiner Sucht und den drastischen Folgen zu leiden hat. Steuerhinterziehung ist nicht zu rechtfertigen, doch trotz alledem haben auch die Bürger und Journalisten nicht das Recht, den Mann durch den Kakao zu ziehen. Schließlich ist niemand frei von Fehlern, und genau das sollte sich jeder unserer Leser einmal zu Gemüte führen.

Vorschau

Uli Hoeneß spielsüchtig
Jetzt spielen!