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Sperrdatei zeigt Wirkung

Die Spielersperrdateien funktionieren besser als gedacht. Allein in Hessen gibt es inzwischen rund 8.000 an Spielsucht Erkrankte, die keinen Zugang mehr zu den lokalen Spielhallen bekommen. Die Datei mit Namen „Oasis“ zeigt ihre Wirkung schon kurze Zeit nach ihrer Einführung. Die Landesregierung sieht diese Zahl als Erfolgt an – und das zu Recht. Kritik gibt es dennoch. Sie kommt insbesondere aus den Reihen von Betreibern und Suchtexperten, lautet denen das System noch nicht ausgereift genug erscheint.

Viele Spieler lassen sich sperren

In Deutschland gibt es abertausende Spieler, die regelrecht süchtig nach Automaten, Sportwetten und Co. sind. Sie haben nur noch das Zocken im Kopf und verlieren alles um sich herum aus den Augen. Oftmals geht es direkt nach der Arbeit in die nächste Spielhalle – wenn die schwer Erkrankten überhaupt noch einer Arbeit nachgehen. Um ihre Sucht zu finanzieren, werden solche Menschen zu Betrügern, erbetteln Geld unter falschem Vorwand und stoßen damit zumeist nicht nur der eigenen Familie vor den Kopf. Irgendwann kommt zumindest bei einigen die bittere Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann. Diesen Spielern steht die Sperrdatei Oasis zur Verfügung. Sie haben selbst in der Hand, sich für alle Spielhallen sperren zu lassen.

Effekt noch nicht so stark wie gewünscht

Von rund 40.000 Spielsüchtigen, die allein in Hessen leben, sind inzwischen 8.000 gesperrt. Die meisten wenden sich freiwillig an die Betreiber und lassen sich in die Datei eintragen. Aber auch Verwandte haben die Möglichkeit, diesen Schritt zu gehen. Die Bundesländer sind über Oasis alle miteinander verbunden. Wer sich sperren lässt, kann demnach auch in anderen Ländern keine Zutritt erwarten. Die Sperrung gilt zunächst für fünf Jahre. Über den Personalausweis ist es möglich, die gesperrten Spieler zu identifizieren. Betreiber und Personal sind dann dazu angehalten, den Gästen den Zutritt zu verweigern.

Vernetzung erhofft

Als „unausgereift“ wird die Datei deshalb bezeichnet, weil es keine Vernetzung zwischen Spielhallen und Casinos gibt. Wer also in der Spielbank vorbeischaut, der kann weiter wie gewohnt zocken – auch, wenn er eine Spielhalle nicht mehr aufsuchen darf. Den Behörden ist es so unmöglich, Kontrollen durchzuführen. Was bleibt, ist der Wunsch nach mehr Konsequenz und einem noch besseren, flächendeckenden Konzept.

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