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Österreich fordert Liberalisierung des Glücksspiels

In Österreich wird nach wie vor gerne gespielt – gerade Online Casinos stehen bei den Spielern hoch im Kurs. Das Problem: Im Land sind genau diese Online Angebote gar nicht legal. Seit einigen Jahren gibt es über Win2Day die Möglichkeit, online zu spielen. Das ist allerdings der einzige Anbieter in Österreich, der eine gültige Lizenz erhalten hat.

Genau hier liegt das Problem, denn die Branche wächst ständig weiter, und mit ihr das Bedürfnis, mehr Abwechslung geboten zu bekommen. Insgesamt machen alle Online Casinos, Wettseiten und alternative Glücksspielunternehmen im Netz einen Marktanteil von rund 65% aus. Die Tendenz ist weiter wachsend. Das ist der Hauptgrund dafür, dass sich der Berater des Branchenradars, Andreas Kreuzer, inzwischen ganz klar für eine Liberalisierung von Online Glücksspielseiten ausspricht.

Der lokale Marktanteil ist im letzten Jahr nochmals um rund vier Prozent gestiegen. Inzwischen liegen die Bruttospielerträge landbasierter Unternehmen bei über 1,6 Milliarden Euro. Hauptsächlich sind es die lokalen Spielbanken, die nach wie vor solide Umsätze einfahren – wenn auch nicht mehr in demselben Umfang wie vor dem Wachstum des Online Segments. Auch die Admiral Spielhallen, die von der Novomatic AG betrieben werden, verdienen weiterhin gut mit.

Bisher kein großes Online Angebot

Es gibt inzwischen dutzende Online Casinos, die streng reguliert werden und die in jeder Hinsicht als seriös eingestuft werden können. Allerdings dürfen diese ihre Spiele nicht offiziell in Österreich zur Verfügung stellen, sondern agieren in einer rechtlichen Grauzone – ähnlich, wie es heute auch in Deutschland immer noch der Fall ist. Win2Day ist die einzige Plattform, die über eine gültige Glücksspiellizenz für Online Gaming verfügt. Das Unternehmen ist mit seinen Lotteriespielen gut etabliert und konnte allein im vergangenen Jahre weit über 650 Millionen Euro umsetzen. Mehr al 11 Prozent Zuwachs sprechen eine klare Sprache. Vor allen Dingen wird deutlich, wie gerne Österreicher Online Angebote annehmen.

Win2Day ist Teil der Casinos Austria. Im Vergleich zu nicht lizenzierten Unternehmen steht die Plattform gar nicht so gut da, denn diese wiederum halten bisweilen rund 85 Prozent der Marktanteile. Dass die heimische Lizenz fehlt, ist tatsächlich ein Problem. An der Tatsache scheint das Land jedoch vorerst nichts ändern zu wollen. Das Problem ist tatsächlich, dass sich Österreich unsagbar hohe Einnahmen entgehen lässt. Der graue Markt kann insbesondere aufgrund des EU Rechts nicht gänzlich gesperrt werden. Mit dran verdienen wird das Land aber ebenso wenig, solange es keine Liberalisierung gibt.

Kreutzer zweifelt Monopol an

Die Entwicklung nicht lizenzierter Anbieter verfolgt Kreutzer nun schon seit Jahren. Er machte nochmals deutlich, dass der Anteil von Unternehmen wie Bwin oder auch Bet-at-home immer weiter wächst – ob es Österreich gefällt oder nicht. Umso mehr plädiert der Glücksspielexperte darauf, dass der Gesetzgeber endlich handelt und es endlich zu der langersehnten Liberalisierung des Markts kommt. Die erteilte Lizenz, die Casinos Austria und Win2Day halten, ist indes zweifelhaft. Man kann sogar sagen, dass Österreich rechtswidrig handelt. Diese Ansicht teilen insbesondere zahlreiche Anbieter der Branche, die in der Regel über EU Lizenzen oder Konzessionen aus Gibraltar verfügen und die sicherlich alles daran setzen, seriös zu agieren.

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Von einer Liberalisierung würden tatsächlich alle Seiten profitieren. Die Anbieter könnten Ihre Spiele entspannter und ohne den Druck, „illegal“ zu handeln, anbieten. Spielern würden mehr Möglichkeiten geboten, wobei eine deutlich bessere Überwachung möglich wäre. Das Thema Spielerschutz kann man an der Stelle nur nochmals erwähnen, denn durch die nicht prüfbaren Angebote begeben sich Spieler regelmäßig in Gefahr. Und auch das Land selbst würde wirtschaftlich deutlich besser dastehen, hätte es die Ambition, zumindest einige Online Casinos, Wettseiten und Co. zu legalisieren. Bisher fehlt in Österreich von Einsicht jede Spur.

Kreutzer gibt gegenüber der APA außerdem zu verstehen: „80 Prozent des grauen Online Glücksspiels findet auf Sportwettplattformen statt.“ Genau diese sind in Österreich erlaubt und fallen, anders als Casino Spiele, nicht unter das im Land geltende Glücksspielmonopol. Theoretisch könnten die Unternehmen also weitermachen wie gehabt, müssten dann aber Slots, Roulette und andere Spiele von ihren Plattformen entfernen.

Gesetzesentwurf gescheitert

Kreutzer hat sich in den vergangenen Monaten mit Glücksspielanbietern verbündet und dem Land Druck gemacht, damit die Eröffnung des Marktes voranschreitet. Das Finanzministerium agierte indes in die ganz andere Richtung und hat diverse IP Adressen einfach gesperrt – sehr zum Leidwesen der Anbieter und natürlich auch der Kunden. Es sollte sogar ein neues Glücksspielentwurf her. Dieses besagte, dass das Monopol der Casinos Austria erhalten bleiben müsse. Zu diesem Zwecke wären dann alle illegalen Online Anbieter gesperrt worden, Spieler hätten zudem die Möglichkeit, sich ihre verlorenen Einsätze bei den Betreibern zurückzuholen.

Noch ehe der Entwurf offiziell wurde, hatte ihn das Ministerium glücklicherweise wieder zurückgezogen. Seitdem ist es still geworden um eine Novellierung. Man kann also weiterhin nur abwarten, ob der Staat tatsächlich einlenkt und innerhalb der nächsten Jahre womöglich doch dazu bereit ist, Online Anbieter offiziell zu lizenzieren. Eine Liberalisierung hätte mit Sicherheit mehr Vor- und Nachteile – auch, wenn sich Österreich genauso wie Deutschland immer wieder auf den vermeintlichen Spielerschutz beruft.

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