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Lizenzvergabe dauert an

Man hatte sich in Deutschland längst darauf eingestellt, dass sich in Sachen Sportwetten Lizenzen nun endlich etwas tut. Es standen alle Zeichen auf „grün“, denn ursprünglich war geplant, das Vergabe-Verfahren zu beschleunigen. Gerade die Fans der Sportwetten hofften natürlich darauf, dass sie schon bald ganz legal online wetten dürfen – bei lizenzierten Anbietern, die unter dem wachsamen Auge der Regierung stehen. Doch der Plan wurde einfach durch den hessischen Verwaltungsgerichtshof über den Haufen geworfen. Das Urteil legt fest, dass es keine Beschleunigung geben darf. Das vorherige Urteil, das beim Verwaltungsgericht in Wiesbaden erging, ist damit hinfällig. Unter Wettbegeisterten macht sich entsprechende Enttäuschung breit, denn wieder einmal bleibt das Thema undurchsichtig, und erneut kann niemand absehen, ob es irgendwann einmal zu einer Vergabe von Lizenzen kommen wird. Eigentlich hätten laut Urteil aus Wiesbaden nur noch drei Monate ausreichen müssen, um eine Entscheidung für Betreiber oder gegen die Bewerbungen zu treffen. Das Innenministerium scheint froh über den neuen Beschluss, denn jetzt kann es wieder das tun, was es bisher getan hat: sich Zeit lassen – und zwar so lange es möchte.

Jetzt streiten sich die Gerichte

Sofern sich die europäischen Gerichte nicht bald für die faire Behandlung der Bewerber einsetzen, die noch immer brennend auf eine Entscheidung warten, wird es wohl dieses Jahr keine Lizenzvergabe mehr geben. Frühestens im kommenden Jahr kann man damit rechnen, dass sich das Innenministerium mal auf den Hosenboden setzt und tut, was es schon seit 2012 hätte tun sollen: Klare Linien ziehen und den Betreibern eine Chance geben, die allen Kriterien entsprechen. Oddset war an dem Verfahren am Hessischen Verwaltungsgericht beteiligt. Diesem Unternehmen entgegnete das Innenministerium Hessens. Eigentlich spielt es für Oddset keine große Rolle, ob die Vergabe nun beschleunigt wird oder nicht. Dem Unternehmen kam es lediglich darauf an, weiterhin Wetten anbieten zu dürfen, bis es zu einer endgültigen Regelung kommt. Der bekannte Wettanbieter hoffte auf eine Ausnahmegenehmigung, denn von der Erlaubnis hängt extrem viel ab. Das Gericht entschied zugunsten der Konkurrenten, die durch eine Beschleunigung möglicherweise benachteiligt gegenüber Oddset wären. Dieser Betreiber hat schlussendlich keine Übergangslizenz erhalten – der Fairness halber.

Vor 2015 keine Lizenzen in Aussicht

Das Urteil des Verwaltungsgerichtes ging aber noch weiter, denn nach dessen Auffassung ist Oddset in Punkto Vergabeverfahren rein gar nicht berechtigt, überhaupt eine Lizenz zu erhalten. Wichtige Kriterien würden nicht erfüllt, das Konzept als solches sei kaum so, wie es vorgegeben wird. Für das Unternehmen war die Erklärung sicher kein Grund zur Freude, denn obgleich Oddset als Monopol in Deutschland gilt, erfüllt es kaum Kriterien, die eigentlich Pflicht sind, um in dem Verfahren überhaupt eine Chance auf die begehrten Konzessionen zu haben. Die Bedingungen, die das Ministerium festlegt, sind sehr auf den Spielerschutz ausgelegt und richten sich vor allen Dingen in Richtung Jugendschutz. Letztlich tut Oddset nicht genug, um hier anzuknüpfen. Ein brauchbares Konzept liegt offensichtlich nicht vor. Das letzte Wort ist in diesem Fall sicher nicht gesprochen, und doch sollte man sich bei dem Wettanbieter Gedanken darüber machen, warum die Pflichten nicht eingehalten und Bedingungen schlichtweg missachtet werden. Wenn man sich die neusten Kriterien anschaut, dann müsste Oddset in der Theorie noch heute aufhören, seine Wetten anzubieten.

Oddset hat schlechte Karten

Nur weil der Wettbetreiber dem Monopol Lotto angehört, kann er bis zu einer abschließenden Entscheidung und der hoffentlich baldigen Vergabe von Lizenzen fröhlich weitermachen. Bis dato hat sich wohl noch niemand so recht getraut, Oddset seine Fehler vor Augen zu führen. Das Gericht wollte allerdings nicht verschweigen, was schon längst hätte ausgesprochen werden müssen. Möglicherweise wird es dieses Unternehmen schon bald nicht mehr geben, denn letzten Endes müssen sich alle Anbieter an die Bedingungen halten, um im Vergabeverfahren um die Lizenzen zu punkten, die wahrscheinlich noch mindestens ein Jahr auf sich warten lassen.

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