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Casino zahlt Schadenersatz

Es heiß ja immer Glück im Spiel, Pech in der Liebe. Einer Besucherin des Casino Bregenz ist es jedoch anders gegangen als vermutet. Ihr Pech fand sie nämlich nicht am Roulette Tisch oder an Spielautomaten, sondern beim Versuch, durch die Spielbank zu laufen. Dabei stürzte die Dame im Alter von damals (Juli 2010) 62 Jahren zu Boden und verletzte sich schwer an ihrer Schulter. Grund für den Unfall war der frisch gewischte Boden, der zum Zeitpunkt des Unfalls noch feucht gewesen sein muss. Der Rechtsstreit zieht sich mittlerweile seit über drei Jahren und noch immer gab es keine endgültige Lösung. Nun soll ein Vergleich den ewig dauernden Streit beenden, und das ganz ohne Gerichtsurteil. Nach langem hin und her gibt es eine Einigung zwischen der Verletzten, die durch Rechtsanwalt Alexander Wittwer vertreten wird, und die für das Casino Bregenz zuständige Uniqa Versicherung. Der Vertreter der Beklagten, Frank Philipp, möchte ganz offensichtlich das Ende dieser kriegerischen Ära einläuten. Die Dame soll nun 48.000 Euro als Schadenersatz bekommen – hauptsächlich in Form von Schmerzensgeld.

Schwerer Sturz in Bregenz – Casino zahlt Schmerzensgeld

Das bisher involvierte Landgericht in Feldkirch wird zu dem Zivilprozess ganz offensichtlich kein Urteil mehr fällen müssen. Drei Jahre der Streiterei werden damit zu den Akten gelegt, denn endlich hat man den umstrittenen Fall mit einer gütlichen Einigung zu Ende führen können. Schon vor einiger Zeit wurde ein außergerichtlicher Vergleich mit einer Summe in Höhe von 30.000 Euro geschlossen. Die Klägerin, die sich im Zuge eines Sturzes im Casino die schwere Schulterverletzung zuzog, forderte in gerichtlich jedoch 31.000 Euro. Nun erhielt sie zusätzlich zu den bezahlten 30.000 noch einmal 18.000 Euro, so dass man ein- für allemal von einem Ende des ewigen Hin und Her ausgehen kann. Drei Jahre nervenaufreibende Diskussionen sind schließlich genug des Guten, und mit den insgesamt erhaltenen 48.000 Euro dürfte die Klägerin doch nun mehr als entschädigt sein. Alle weiteren Ansprüche, darunter die Verfahrenskosten, werden gegeneinander aufgehoben. Jede der beiden Parteien muss für entstandene Kosten selbst aufkommen. Dieser Kompromiss ist letztlich der einzig sinnvolle, nachdem nun mehr als lange darüber gestritten wurde, welche Summe bei so einem schwerwiegenden Unfall angemessen ist.

Einigung auf 48.000 Euro

Einen kleinen Haken gibt es jedoch noch immer. Man schloss den Fall nämlich nicht endgültig, sondern nur bedingt ab. Sollte nun eine der beiden Parteien die Idee entwickeln, die Lösung sei doch nicht optimal, gibt es immer noch ein paar Wochen lang die Option, von der Vereinbarung zurückzutreten und den Zivilprozess erneut zu entfachen. Vor Gericht gab es mehrere Ansichtsweisen zu der komplexen Situation, denn die Beschwerden, die von der Klägerin geschildert wurden, sind insgesamt nicht schlüssig. Die nunmehr 65 Jahre alte Dame teilte mit, sich nicht operieren lassen zu wollen, da man ihr davon abgeraten habe. Trotz alledem steht die Befürchtung im Raum, dass ihre Schulternerven auf lange Sicht Schwierigkeiten bereiten könnten. Während ihre Ärzte gegen die OP sind, sagten andere Mediziner aus, dass es durchaus anzuraten ist, die Behandlung invasiv durchzuführen. Die Gefahr einer Arthrose sie nämlich zu hoch, wenn keine Operation erfolgt.

Zivilprozess noch immer möglich

Die Klägerin kam zuletzt überhaupt nicht mehr hinterher und konnte sich keinen Reim aus den Berechnungen von Anwälten und Medizinern machen. Es ging vielfach um die Frage, wie viel Schmerzensgeld sinnvoll ist und ob auch Schadenersatz geltend gemacht werden könne. Die Richterin selbst riet den Parteien, einen Vergleich zu schließen und erklärte der Dame, dass sie nur zum Schutze einen solchen Vorschlag mache. Schließlich solle die Klägerin finanziell nicht zu kurz kommen, was bei einer gerichtlichen Urteils-Sprechung durchaus der Fall sein könnte. Bleibt zu hoffen, dass nun ein- für allemal Ruhe einkehrt und dass das Casino Bregenz in Zukunft besser auf die feuchten Böden achtet, um einen solchen Fall nie wieder durchleben zu müssen.

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