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Casino Raub hart bestraft

In Pforzheim fand vor wenigen Stunden bereits Verhandlungstag Nummer 6 im Raubfall auf ein Casino statt. Der Hauptangeklagte hat nun endlich eingelenkt und ein umfassendes Geständnis abgelegt. Alle von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Anklagepunkte bestätigte der mittlerweile 23 Jahre alte Casino Räuber. In den Verhandlungen zuvor gab der junge Mann nichts zu. Stattdessen verwickelte er sich in wilde Ausreden und gab Geschichten von sich, die insgesamt weder schlüssig noch glaubwürdig rüberkamen. Bereits am 10. April 2013 kam der Mann auf die Idee, ein Casino in Pforzheim zu überfallen. Ihm droht jetzt eine nicht unerhebliche Haftstrafe.

Harte Strafen für beide Beteiligten

Neben dem 23-jährigen Pforzheimer muss sich auch dessen Nachbar vor Gericht verantworten. Er ist 37 Jahre alt und hatte gemeinsam mit dem Haupttäter Waffengewalt angewandt, um den Überfall auf die Spielbank durchführen zu können. Laut vorherigen Angaben der Täter brauchte Ahmed P., der zweite Angeklagte, das Geld. Er wollte damit Drogengeschäfte abwickeln und sein Bordell retten, das kurz vor der Pleite stand. Dieses betreibt Ahmed ganz offensichtlich in Stuttgart, und er hatte sich das Ziel gesetzt, neue Prostituierte aus Bulgarien zu besorgen, um seinen Laden wieder ans Laufen zu kriegen. Während Zacharias S., der Hauptangeklagte, alle Schuld seinem Nachbarn in die Schuhe schieben wollte, dementierte dieser wiederum sämtliche Vorwürfe und erklärte, er habe seinem 23 Jahre alten Nachbarn nicht die Tatwaffe gegeben. Auch habe er keine 1.000 Euro von der Beute erhalten, wie es Zacharias angab. Die Vorwürfe wehrte Ahmed P. immer wieder ab, so dass man nun bis zum sechsten Verhandlungstag warten musste, um endlich ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Geständnis nach 6 Verhandlungstagen

Nach mehreren Anhörungen gab letztlich auch das Gericht zu dem Ergebnis, dass Ahmed P. eben kein Unschuldslamm sein könne, wie er es die ganze Zeit behauptete. Insgesamt fuhr er die Strategie, möglichst wenig zu den Vorwürfen zu sagen. Funktioniert hatte dies allerdings überhaupt nicht, denn irgendwann findet jedes Gericht doch heraus, wie in etwa sich die Situation zugetragen haben muss. In diversen Punkten war Zacharias ganz offensichtlich glaubwürdig genug, und die Staatsanwaltschaft, vertreten durch Antje Hilka, sieht Ahmed nicht ausschließlich als Helfer, sondern als einen genauso aktiven Täter wie Zacharias es gewesen ist. Er soll sechs Jahre ins Gefängnis wandern; wegen schweren Raubes. Seinem 23 Jahre alten Kumpan soll es noch schlechter ergehen. Die Staatsanwaltschaft verlangte, ihm sieben Jahre Haft aufzuerlegen. Das Geständnis selbst bringt den Haupttäter an Verhandlungstag Nummer sechs auch nichts mehr, und Hilka sagte ganz offensiv, sie können diesem Geständnis nichts abgewinnen. Halbherzig gab Zacharias zu, in allen Punkten schuldig zu sein. Von Reue war in dieser Situation aber keine Spur.

Über fünf Jahre Haft für die Täter

Natürlich kamen beide Angeklagte nicht ohne Anwalt in die Verhandlung. Dieser wiederum machte noch einmal deutlich, dass Ahmed P. nur Beihilfe geleistet habe und selbst nicht an der Tat beteiligt war. Widerlegen ließen sich die „Einlassungen“ seines Mandanten zwar nicht, dennoch forderte er für Ahmed eine Strafe von maximal dreieinhalb Jahren. Die hauptsächliche Begründung für eine milde Strafe zugunsten von Zacharias lag darin, der Mandant sei noch äußerst jung und habe eine Dummheit begangen. Diese ist letztlich nicht zu entschuldigen, doch von einem erwachsenen Verhalten kann natürlich auch nicht die Rede sein. Schlussendlich musste das Gericht entscheiden. Somit geht Zacharias S. für fünf Jahre und acht Monate in Haft, während sein Nachbar vier Monate weniger absitzen wird. Die Unterschiede sind demnach nicht allzu groß. Der Richter, der den Vorsitz hatte, glaubte den Ausführungen von Ahmed nicht. Er ist sich sicher, dass dieser Mann mehr getan hat als nur einen Tipp zu geben. Ohne seine Cleverness wäre der weit jüngere Zacharias S. nie auf so eine Idee gekommen. Letztlich müssen sich nun beide gleichermaßen verantworten – Ausreden wurden nicht akzeptiert.

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