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Armer Kerl ganz reich

Dass viele Menschen überall auf der Welt kein Dach über dem Kopf haben, ist nichts Neues. Den wenigstens Obdachlosen gelingt es, ihr Leben doch noch in neue Bahnen zu lenken. Zumindest einer hat es geschafft: der Ungar László Andraschek. Er lebt seit vielen Jahren ohne eigene Wohnung in Gyor, einer Stadt, die sich im Nordwesten des Landes befindet. Dort vegetierte er mehr oder minder vor sich hin, bettelte um Geld und versuchte, zumindest irgendwie über die Runden zu kommen. Mit seinen 55 Jahren hatte er bis dato sicher nicht die besten Aussichten, dass sich ausgerechnet an seiner Situation noch etwas verbessern könnte. Schließlich litt Andraschek nicht nur unter seiner Arbeits- und Obdachlosigkeit, sondern auch an nicht unerheblichen Schulden. Man kann in etwa erahnen, wie sich jemand fühlt, der irgendwo auf der Welt einfach darauf wartet, dass es besser wird. Also beschloss dieser beispielhafte Ungar, seine gesammelten Forint zu sparen, bis er sich ein Los für die ungarische Lotterie kaufen konnte. Bis zu diesem Tag hätte wahrscheinlich auch er nie an einen Glückstreffer geglaubt – aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Obdachloser aus Ungarn wird Millionär

László Andraschek hatte eine Kehrtwende in seinem Leben, als ihm auffiel, dass er der Glückspilz sein sollte, dem der gesamte Lotto Jackpot zusteht. 2013 hatte seine Pechsträhne ein Ende, denn umgerechnet gewann er rund zwei Millionen Euro, die er allerdings nicht so nutzte, wie man es vielleicht erwartet hätte. Lange Zeit hat niemand um ihn herum auch nur erahnen können, dass man es mit einem Neu-Millionär zu tun hat. Sicherlich wird es eine Weile dauern, bis der Mann eine Idee davon hat, wie er seinen neuen Lebensstil anpacken möchte. Wenn man erst einmal ganz unten gewesen ist, dann weiß man: Das Glück schlägt nicht alle Tage zu, und umso behutsamer sollte man mit dem Geld umgehen, dass einem durch einen glücklichen Zufall in die Hände fällt. Andraschek selbst, der erst jetzt als großer Gewinner entdeckt wurde, teilte mit, er habe nicht vor, ein Leben wie die Stars zu führen. Bescheidenheit ist ihm ganz offensichtlich gegeben, denn schließlich hatte er noch bis vor ein paar Monaten nicht mal genug Geld für anständiges Essen – geschweige denn für ein Dach überm Kopf.

Geld zusammengekratzt für Lottoschein

Dass erst jetzt bekannt wurde, dass es sich beim Lotteriegewinner in Ungarn um einen Obdachlosen handelt, liegt an der großzügigen Spende von László Andraschek. Er ließ dem Obdachlosen-Heim einen nicht zu verachtenden Betrag zukommen, damit es seine „Kumpel“ in der Zukunft zumindest ein bisschen besser haben. Auch künftig wird der Gewinner der Millionen nicht mit dem Geld um sich werfen, sondern stattdessen lieber helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Außerdem hat er bereits einen Teil investiert, um sein Leben langfristig zu sichern. Aktuell lebt er unter bescheidenen Umständen, die dennoch um Längen angenehmer für ihn sein müssen als das Leben auf der Straße. Und auch seine Kinder profitieren von dem neu gewonnenen Reichtum. Ihnen schenkte er ein Auto, das in etwa 10.000 Euro gekostet hat. Jedes seiner drei Kinder erhielt eine Eigentumswohnung, damit auch sie künftig niemals in Not geraten und womöglich selbst auf der Straße landen. Andraschek selbst und auch seine Frau werden wegen eines nicht vorhandenen Führerscheins wohl weiter zu Fuß gehen.

Glück nach so vielen Jahren

Einen Großteil seines übrigen Geldes möchte der neue Millionär Ungarn spenden. Er hat das Ziel, so vielen Menschen wie möglich Unterstützung zukommen zu lassen. Vielleicht hat es in diesem Zusammenhang sogar etwas Gutes, das László Andraschek selbst von der Straße kommt und über Jahre hinweg die Erfahrung machen musste, wie einsam es sich dort lebt. Es geht aber nicht nur um das Thema Obdachlosigkeit, sondern er möchte eine Stiftung gründen, die misshandelten und missbrauchten Frauen ebenso in der Not hilft wie an Spielsucht erkrankten Menschen.

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